
Dieser Sommer fühlt sich – vor allem für norddeutsche Verhältnisse – wirklich nach Sommer an. Und wir hatten bisher Glück: Trotz Temperaturen, die tageweise über 30 Grad lagen, sind die Pflanzen nicht völlig in die Knie gegangen. Immer, wenn es drohte, echt eng zu werden, kam ein erlösender Regenguss. Lediglich der Rasen ist an wenigen Stellen verbrannt. Ein Schaden, der zu vernachlässigen ist. Bäume, Sträucher und Stauden profitieren davon, dass sie bereits einige Jahre eingewachsen sind, sodass Gießen nur noch bei den Topfpflanzen ein Thema ist. Das entspannt. Denn Ende Juli, Anfang August startet bei uns die schweißtreibende Mähsaison. Es ist jedes Jahr eine emotionale Herausforderung, die teilweise in prächtiger Blüte stehenden Pflanzen abzumähen. Also genießen wir noch ein paar Tage den üppigen Anblick.

Das Blühfeld ist zurzeit eine wunderschöne Landschaft aus bis zu 1,50 Meter hoher Wilder Möhre (Daucus carota). Auf den ersten Blick. Natürlich tummeln sich darunter weitere Pollen- und Nektarspender wie Wiesen-Flockenblumen, Malven, Ringelblumen etc. Die dadurch angelockten Insekten sind wiederum –neben Gräser- und Wildkräutersamen – eine ergiebige Futterquelle für Rebhühner und Wachteln

Der Anblick dieses fein gewobenen Spinnennetzes lässt schon wieder an den nächsten Herbst denken

Im Laufe des Julis endet die Blühsaison der verschiedenen Mohnarten. Hier streckt sich noch ein Klatschmohn (Papaver rhoeas) der Sonne entgegen

In unseren Wiesen dominieren neben den Wilden Möhren jetzt Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare), Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) und Rainfarn (Tanacetum vulgare). Lupinen und Johanniskräuter haben ihre Blühphase größtenteils hinter sich

Auf Regen folgt Sonnenschein: Dazu gab es noch einen doppelten Regenbogen

Insektenmagnet in den Beeten: Der Kandelaber-Ehrenpreis (im Bild Veronicastrum virginicum ‚Fascination‘) lockt jeden Sommer zahlreiche Schmetterlinge und Hautflügler an. An dieser Blütentraube tummeln sich Erdhummeln und ein C-Falter. Der Falter legt seine Eier bevorzugt an Futterpflanzen wie Brennnessel, Beerensträucher, Salweide und Hasel. Und daran herrscht in unserem Garten kein Mangel



















































































