In den letzten Tagen wechselten sich Sonne, Wolken und Regen immer wieder ab.
Schönste Gartenmomente entstanden durch ungewöhnlichen Lichteinfall – hier zwei Momentaufnahmen in Richtung unserer Gartengrenzen:
In den letzten Tagen wechselten sich Sonne, Wolken und Regen immer wieder ab.
Schönste Gartenmomente entstanden durch ungewöhnlichen Lichteinfall – hier zwei Momentaufnahmen in Richtung unserer Gartengrenzen:
Das Frühjahr und die Zwiebelpflanzen – sie gehören einfach zusammen. Undenkbar: Ein Start ins Gartenjahr ohne Schneeglöckchen, Schachbrettblumen, Tulpen und Narzissen und, und, und …
Schade nur, dass auch die bei uns allgegenwärtigen Wühlmäuse Geophyten lieben. Tulpen setzen wir daher nur noch an wenigen ausgesuchten Stellen (in Plastiktöpfen, nicht in den im Handel üblichen Schalen. Diese haben sich nicht bewährt.).
Aber für den ganzen Garten ist dieser Aufwand einfach viel zu groß. Daher haben wir letztes Jahr beschlossen, mit wühlmausresistenten Narzissen zu experimentieren, obgleich das frühlingshaft oft recht grelle Gelb nicht gerade zu unseren Lieblingsfarben zählt. Doch die ersten Ergebnisse überzeugen und ermutigen uns, noch mehr von diesen fröhlich vor sich hin nickenden, sonnenanbetenden Osterglocken in unseren Garten zu holen:

Voll da: Narcissus ‘Carlton‘ und ‚Ice Follies‘

Perfekt zum Auswildern geeignet: Narcissus ‚Carlton‘
Bei kluger Auswahl kann man die Narzissensaison sogar auf bis zu sechs Monate ausdehnen: Narcissus ‚Rijnveld’s Early Sensation‘, ‚Spring Dawn‘, ‚Tète-à-tète‘, ‚Ice Follies‘, ‚Carlton‘ und ‚Sun Disc‘ sollen dies beispielsweise möglich machen. Einen Versuch ist das sicherlich wert. Dies gilt besonders, da diese Geophyten durch eine hohe Varianz in ihrem Erscheinungsbild bestechen:

Toller, wilder Look: Narcissus ‚Rip van Winkle‘
Gräser sind ja bekanntlich ein wichtiges Thema im Wilden Garten. Es gibt wahrscheinlich keine Blickrichtung bei uns, von der aus man gucken kann, ohne auf ein Exemplar dieser großen Pflanzengruppe zu stoßen. Auch wenn wir den Rasen ausblenden. Und natürlich die wilden Wiesen, in denen sich ebenfalls viele Arten tummeln.
Für diese Omnipräsenz sorgen nicht nur die zahlreichen Vertreter unserer dominanten Strukturpflanze: Bambus. Auch aus dem – inzwischen erfreulich großen – Angebot an anderen attraktiven Gräsern haben einige den Weg in die Beete gefunden. Los ging es mit einem der beeindruckendsten Süßgräser für unsere Breiten: Miscanthus.
Als erstes fiel unsere Wahl auf eine der größten Spezies der Gattung, das Riesen-Chinaschilf Miscanthus x giganteus. Eine wunderbare Pflanze mit schönem Habitus – oft als wasserfallartig beschrieben –, die einen perfekten Beethintergrund oder Raumteiler abgibt. Ihre Üppigkeit lässt sofort einen Hauch von „Dschungelfeeling“ aufkommen. Apropos üppig: Man sollte den Platz für das Gras nicht zu knapp bemessen. Es wächst zwar horstig – aber die Horste gehen doch tüchtig in die Breite. Da sie nach einigen Jahren zudem beginnen, innen etwas zu verkahlen, bietet es sich dann an, die Pflanze im Frühjahr vor dem Neuaustrieb aufzunehmen und zu teilen. Achtung: schweißtreibende Arbeit!

Mit Glück bzw. einer ausreichend langen Vegetationsperiode kommt Miscanthus x giganteus auch bei uns zur Blüte. Hier in der Nordheide allerdings bei Weitem nicht jedes Jahr.
Trotz seiner enormen Wuchsleistung ist Miscanthus x giganteus erstaunlich anspruchslos und recht trockenheitsverträglich. Im frühen Frühjahr sieht man sich jährlich mit einem ordentlichen Berg an Biomasse konfrontiert, wenn es heißt, die alten Halme abzuschneiden, die den Winter über noch ein tolles Strukturgerüst im Garten bieten. Wir verwenden die geschredderten Halme als pH-neutrales Mulchmaterial, dessen helle Farbe die Frühlingsbeete freundlicher aussehen und besser zur Geltung kommen lässt als das Braun von Rindenmulch oder nackter Erde. Auch als kompostierbare Einstreu, beispielsweise im Hühnerstall, bietet es sich an.

Die Blüten von Miscanthus sinensis ‚Gracillimus’ erscheinen ebenfalls sehr spät im Jahr – wenn überhaupt. Das tut der Schönheit des Chinaschilfs aber keinen Abbruch.
Eine große Sortenvielfalt gibt es bei Miscanthus sinensis, dem klassischen Chinaschilf. Sieben Sorten davon stehen zurzeit bei uns im Garten:
Sehr elegant mit feinen Blättern kommt Miscanthus sinensis ‚Gracillimus’ daher. Das Gras bereichert jede Staudenrabatte und bleibt auch nach Sturmböen zuverlässig aufrecht.

Dank früherer Blüte begeistert Miscanthus sinensis ‚Malepartus’ alljährlich mit seinen großen roten Blütenständen, die später silbern werden.
Eine wunderschöne Auslese von Erst Pagels ist Miscanthus sinensis ‚Malepartus’. Die wüchsige und standfeste Sorte ist ein mächtiger Hingucker, der bei uns eine Höhe von rund 2,30 Metern (mit Blüten) erreicht. Seine tollen Blütenrispen setzen glänzend kupferrote Akzente, die nach einigen Wochen zu Silbergrau wechseln. Was wiederum einen wunderbaren Kontrast zur oft orange- und goldgelben Herbstfärbung der Blätter bildet. Einer unserer absoluten Favoriten im Wilden Garten.

Attraktiv bis in den März hinein: Bei Miscanthus sinensis ‚Malepartus’ fällt das Abschneiden der alten Halme richtig schwer.
Bisher leider nicht so überzeugend gedeihen bei uns zwei Exemplare von Miscanthus sinensis ‚Morning Light’. Was super schade ist, zählt doch auch diese Sorte wie ‚Gracillimus’ zu den besonders eleganten Vertretern ihrer Art. Ich hoffe sehr, dass sie sich in den nächsten ein, zwei Jahren noch berappeln, sonst versuchen wir es mit einem Standortwechsel.
Schwer tut sich im Wilden Garten zudem noch die Ernst-Pagels-Züchtung Miscanthus sinensis ‚Sirene’. Der Standort ist relativ trocken, das fördert natürlich nicht gerade ein üppiges Wachstum. Auch hier gilt: noch ein, zwei Jahre beobachten und dann ggf. umsiedeln.

Mit rund 1,60 Metern Höhe ist Miscanthus sinensis ‚Silberfeder’ bei uns ein hübscher, aber nicht dominanter Blickfang im Beethintergrund.
Die Chinaschilf-Blühsaison startet im Wilden Garten jeden Sommer mit der von Hans Simon stammenden Auslese Miscanthus sinensis ‚Silberfeder’. Ihre Blüten wechseln von zartem Rot rasch zu Silber, die Blätter changieren dazu im Laufe der Wochen von Grün über Rostrot zu Goldgelb.
Deutlich später dagegen – und eher selten – kommt Miscanthus sinensis ‚Strictus’ zur Blüte. Das Gras ist auch als Stachelschweingras bekannt und der Name passt tatsächlich perfekt zum sehr aufrechten Habitus der Pflanze, deren quergestreifte Blätter einen an die aufgerichteten Stacheln des namengebenden Nagetiers erinnern.
Ein echter Eyecatcher ist Miscanthus sinensis ‚Variegatus’, der mit seinen weißen Längsstreifen im Blatt wunderschöne und voluminöse helle Akzente ins Beet zaubert. Die alte Sorte ist bei uns eine der wüchsigsten und so konnten wir durch Abstechen ausufernder Horstränder bereits einige neue Pflanzen gewinnen. ‚Variegatus’ kam im Wilden Garten im Dezember 2014 erstmals zur Blüte. Das ist aber kein Manko, denn die Sorte entfaltet ihre tolle Wirkung auch ohne Blüten einfach durch die gestreiften Blätter.

Cornus mas
Nun ist der März auch schon wieder fast vorbei. Es gab wenig Zeit zum Bloggen, leider auch zum Gärtnern. Aber dennoch sind der Staudenrückschnitt, das Mulchen und das Aufbringen von Kompost irgendwie geschafft!
Das Frühjahr zeigt sich in unserem Garten noch recht zart. Erste kleine Blüh- und Farbtupfen erfreuen das Herz:

Lonicera purpusii
Der Viburnum war eines der Sorgenkinder im unserem letzten Frühjahr. Da wollte er nicht richtig blühen. Dieses Jahr ist er tüchtig in Fahrt gekommen (er steht jetzt drei Jahre) und verzaubert uns nun mit seinem feinen Duft.
Immer wieder eine Freude beim Gartenrundgang: Der Wall mit den gelben Hartriegeln –hier macht es echt die Masse! Und die Masse wächst von Jahr zu Jahr erfreulich.
Und so sieht es bei den Staudenbeeten im Frühling aus. Ein wenig trist. Aber das wird sich sehr bald und sehr schnell ändern. In den nächsten Tagen soll Regen kommen. Das wird allen Pflanzen gut tun: in den Staudenbeeten und im Bambusbereich. Wenn jetzt ein wirklich regenreiches Frühjahr kommt – nach dem milden Winter –, dann steht einem dschungelgleichen Bambusjahr nichts mehr im Weg.
Im Januar und Februar waren wir gärtnerisch durchaus nicht untätig, aber es gab dabei wenig Berichtenswertes. Aufgrund des Wetters liegen wir mit unseren vorbereitenden Arbeiten (Baum- und Strauchschnitt, Staudenrückschnitt in den Beeten, Umpflanzen etc.) etwas hinter dem vergangenen Jahr zurück. Und das, obwohl wir kaum Schnee hatten.

Leider gab es – ebenfalls dem Wetter geschuldet – nur wenige „fotografierwürdige“ Momente.

Auch noch Ende Februar ein Hingucker: Anemone hupehensis var. „Japonica-Hybride“
Aber ab jetzt wird alles besser … Nächstes Wochenende – 7. und 8. März 2015 – gibt es eines der ersten Jahreshighlights: Schneeglöckchentage in Hamburg. Es geht los! Endlich.

Galanthus nivalis ‚Flore Pleno‘
Natürlich darf auch für 2014 unser obligatorischer Rückblick zur Bambusperformance nicht fehlen.
Starten wir wie immer mit einer Erinnerung an den vergangenen Winter. Hier schwingt diesmal große Hoffnung mit, dass die aktuelle Saison doch bitte genauso entspannt verlaufen möge. Denn nach einem fast frühlingshaften Jahresbeginn 2014 wurde mit minus 13,1 Grad Ende Januar auch gleich der tiefste Wert erreicht. Überhaupt sank das Thermometer nur an drei Tagen in den zweistelligen Bereich. Lang anhaltende Dauerfrostperioden gab es ebenfalls nicht zu beklagen. Gute Bedingungen also für unser Lieblingsgras.

Schilfmatten eignen sich perfekt, um die sensiblen Bambusblätter vor der Wintersonne zu schützen – zumindest an den unteren zwei Metern der Pflanzen.
Dafür hatte der Frühling dann gleich zwei Schocker parat: Spätfröste Mitte April und Anfang Mai dezimierten den Neuaustrieb der frühen Kandidaten Fargesia rufa (die aber tüchtig nachschob) und Fargesia rubusta ‚Campbell’ erheblich. Letztere mit deutlich weniger Lust auf Kompensation der Verluste. Zum Glück waren die Phyllostachyssprossen – Ph. bissetii und aureosulcata ‚Aureocaulis’ eröffnen hier regelmäßig das Rennen – am 2. Mai noch so niedrig und gut im Laubmulch versteckt, dass es keine Schäden gab.
Apropos Neuaustrieb: Spitzenreiter in 2014 bei den Phyllos war ganz klar Ph. vivax ‚Huangwenzhu’. ENDLICH bekommt man eine Ahnung davon, welches Potenzial in der Pflanze steckt. Sie hatte bereits in den Jahren davor ab und an höhere und dickere Halme getrieben, aber alle fielen den kalten Wintern zum Opfer. Jetzt noch ein paar weitere milde Winter …

Ph. vivax ‚Huangwenzhu’ (Pflanze in der Mitte, 2008 gesetzt) hat 2014 Ph. aureosulcata ‚Aureocaulis’ (hinten links, wurde 2006 gepflanzt) an Höhe fast überholt.
Bei den Fargesien lag Fargesia nitida ‚Black Pearl’ vorne, was die Masse an neuen Halmen anbelangt. Aber auch alle anderen Fargesien entwickelten sich gut. Eine Erwähnung verdient noch Pseudosasa japonica: Nachdem wir quasi schon beschlossen hatten, dass die Pflanze an dem jetzigen Standort wegkommt, da sie dort nach Abbau eines großen Komposts zu sonnenexponiert und ungeschützt steht, legte sie im vergangenen Jahr in der Höhe richtig zu und auch die Blattschäden hielten sich aufgrund des milden Winters 2013/14 in Grenzen. Sollte der jetzige Winter also ebenso mild bleiben, könnte man die Entscheidung zumindest noch einmal vertagen …
Der Juni überraschte mit einem Novum im Wilden Garten: Gleich bei zwei Bambussen zeigten sich an einigen Halmen Blüten!
Zuerst entdeckten wir die zarten, eher unscheinbaren Blüten an Phyllostachys glauca ‚Yunzhu’. Drei Halme waren betroffen. Bis dato stehen sie noch gut da. Warten wir ab, wie sich die Pflanze entwickelt.
Ein paar Tage später blieb der irritierte Blick auch an Pleioblastus fortunei hängen – hier waren ebenfalls an ein einigen Halmen Blüten zu sehen. Auch diese Pflanze trat bisher nicht in eine Schwächephase ein. Inzwischen ist von dem Spuk bei beiden nichts mehr zu sehen. Und da es sich um leptomorphe, also Ausläufer bildende Arten handelt, gehe ich nicht von einem Verlust der Pflanzen aus. Es bleibt spannend!
Höhepunkt des Bambusjahres 2014 im Wilden Garten war der Aufbau einer „Chinesenanpflanzung“ im Juli: fünf Kultivare von Fargesia spathacea (F. murieliae) aus natürlichen F1-Sämlingen, gesammelt von Fred Vaupel am Shennong Berg, Shennongija Gebirge, Provinz Hubei, China, zogen bei uns ein. Je ein Exemplar Fargesia spez. ‚Shennongija’ der Sorten ‚Blue Dragon’, ‚Dragon King’, ‚Evergreen’, ‚Freds Giant Dragon’ und ‚Purple Dragon’ steht nun im alten Obsthof, der inzwischen von angrenzenden großen Eichen, Buchen und Ahornen halb verschattet ist. Alle schieben schon ordentlich neue Halme und wir sind sehr gespannt, wie sie sich hier in der Nordheide einleben.

Angeregt zu diesem Post hat mich ein Tweet von @ThomasRainerDC. Der Tweet bestand aus nur einem Satz:
„Brown is a color, too“.
Das Zitat stammt von Gartendesigner Piet Oudolf.
Oft übersehen wir die Schönheit und milde Sanftheit der Brauntöne, die den Garten jetzt dominieren, aufgrund unserer nagenden Sehnsucht nach dem hüpfenden Bunt des Frühlings. Wenn man den Gedanken des Vergehens – mit dem braune Pflanzen im Herbst und Winter meist assoziiert werden –, einmal beiseite stellt und einfach nur anschaut, was sich an Bildern im Garten zeigt, dann erkennt man, dass Braun mit einer ruhigen, elegant-erdigen Grundnote warme Skulpturen schafft. Abwechselnd mit helleren Beigetönen entstehen dann vor unseren Augen Gartengemälde der besonderen Art. Have a look.

Aster ericoides

Solidago (vorne rechts)

Sedum telephinum ‚Herbstfreude‘
Ein Jahresrückblick wie er intimer (und länger) kaum sein könnte – ein Auszug aus unserem „Handwritten Garden Diary“:
JANUAR
1. Januar 2014
Ein Vorfrühlingstag – und dabei war der Winter noch gar nicht da …
2. Januar 2014
Galanthus elwesii blüht!
5. Januar 2014
Eine Birke im Wilden Garten (Selbstaussaat) auf Stock gesetzt – kommt ein Mehrstämmchen wieder?
23. Januar 2014
Der Winter kommt – empfindliche Bäume und Sträucher (z. B. junge Parrotia persicas) mit Vlies ummantelt. Empfindliche Bambusse mit Styropor umpackt (Hibanobambusa tranquillans ‘Shiroshima’, Fargesia robusta ‚Big Leaves’, Phyllostachys nigra ‚Punctata’) … Die Vögel brauchen jetzt zweimal am Tag Futternachschub. Unser Buntspecht ist wieder regelmäßiger Gast.
25. Januar 2014
Jetzt ist der Winter da: minus 13,1 Grad nachts
Regenstatistik: Januar 2014 – 58,75 Liter, Vergleich Januar 2013: 104 Liter
FEBRUAR

2. Februar 2014
Plötzlich sind alle Sanddorn- und Aroniafrüchte und auch die von Viburnum opulus und lantana gefressen. Den Hasen mundet auch in diesem Jahr der Ginster wieder gut.
8. Februar 2014
Frostfrei. Weiden und Cornus im Wilden Garten beschnitten.
9. Februar 2014
Mit Helianthus-Schnitt begonnen. Staudenbeet-Rückschnitt startet.
17. Februar 2014
Cornus mas hat erste Blütenansätze.
25. Februar 2014
Eremurus kommen raus. Zwei Winterlinge gucken raus, gehen aber nicht auf. Zu trocken?
27. Februar 2014
Langsam ist es richtig trocken …
Regenstatistik: Februar 2014 – 45 Liter, Vergleich Februar 2013: 53,5 Liter
MÄRZ

1. März 2014
Versuch: Miscanthus x giganteus-Halme abschneiden, schreddern und erstmals als Mulch für einen Teil der Staudenbeete genutzt.
4. März 2014
Einige von unseren ersten Krokussen (gelb-lila) blühen immer noch …
6. März 2014
Alles grünt unter der tollen Laubmulchschicht … Allium ‚Purple Sensation’ kommen schon tüchtig.
9. März 2014
Fast ein Sommertag. 18,5 Grad. Sonne
12. März 2014
Angefangen Kompost in den Staudenbeeten auszubringen.
14. März 2014
Die Blutpflaumen öffnen ihre ersten Blüten.
20. März 2014
Was für ein Frühlingsanfang. Alles sprießt und die Blutpflaumen duften herrlich in der Sonne.
22. März 2014
Winterschutz von den Bambussen entfernt.
24. März 2014
Baumscheiben im Wilden Garten und auf der Weide gejätet … Immer wieder mühsam. … Clematis Gaur. Campanulina Plena setzt schon Blüten an. Normalerweise blüht sie im Mai!
27. März 2014
Start, die ersten Topfpflanzen aus der Veranda (dient uns im Winter als vorzügliches Kalthaus) herauszuräumen.
29. März 2014
Die Magnolien öffnen langsam ihre Blüten.
Regenstatistik: März 2014 – 25,7 Liter, Vergleich März 2013: 28,8 Liter
APRIL
1. April 2014
Bei Fargesia rufa schauen schon die ersten Triebe 1 cm unter dem Laubmulch raus.
4. April 2014
Juhu – es regnet!
7. April 2014
Erstes Rasenmähen. Alles sprießt: außer Mehlbeeren und Schlehe.
16. April 2014
Ordentlich Nachtfrost – und nichts abgedeckt! Kuchenbäume und Hortensien haben deutliche Frostschäden – wie schade! Auch der Fargesia-rufa-Neuaustrieb im Wilden Garten ist dahin. Die Herbstanemonen hat es ebenfalls erwischt. Und der kleine Catalpa scheint den Frost auch nicht überlebt zu haben – ob der noch was wird?
26. April 2014
Der Flieder blüht dieses Jahr 2,5 Wochen früher als sonst.
Regenstatistik: April 2014 – 52,25 Liter, Vergleich April 2013: 46,6 Liter
MAI
2. Mai 2014
Das wird eine kalte Nacht: alle sensiblen Töpfe in die Veranda geräumt, Kuchenbäume mit Vlies ummantelt, Catalpa ebenfalls, Herbstanemonen mit abgedeckt.
3. Mai 2014
Zweiter Kälteschock dieses Jahr. Selbst den Wegerich im Rasen hat es erwischt. Die hohen Shots von Fargesia robusta ‚Campbell’ knicken ab. Das wird kein guter Neuaustrieb …
5. Mai 2014
Die Frostschäden sind enorm. Selbst harte Kandidaten wie Geranium, Deutzien, Spirae oder Alchemilla sind betroffen.
18. Mai 2014
Sommerfeeling. Und das nur wenige Tage nach dem Frostschocker.
23. Mai 2014
Endlich: Phyllostachys vivax ‚Huangwenzhu’ zeigt recht kräftige Neuaustriebe. Jetzt kommen die Bambusse in Fahrt. Das wird doch gut.
Regenstatistik: Mai 2014 – 105,5 Liter, Vergleich Mai 2013: 187,25 Liter
JUNI
6. Juni 2014
Weedcontrol … Weedcontrol … Weedcontrol …
9. Juni 2014
Der Rambler Pauls Himalayan Musk blüht wunderbar.
12. Juni 2014
Weedcontrol … Weedcontrol … Weedcontrol …
19. Juni 2014
Zuwachs: Fargesia murielae ‚Purple Dragon’ und Fargesia murielae ‚Blue Dragon’, die neuen „Chinesen“ von Fred Vaupel.
20. Juni 2014
Anhaltend starker Wind. Das ist nicht gut für den Bambusneuaustrieb. Der stärkste Trieb von Phyllostachys parvifolia ist schon gebrochen …
21. Juni 2014
Phyllostachys glauca ‚Yunzhu’ blüht!
24. Juni 2014
Pleioblastus fortunei blüht auch!
26. Juni 2014
Im Kreuzgarten hat sich Verbascum nigrum – eine schwarze Königskerze – angesiedelt. Toooollll! Im „chicken-run“ haben sich zwei gemeine Nachtkerzen ausgesät (Oenothera biennis) – klasse! Genauso soll das sein.
Regenstatistik: Juni 2014 – 73,75 Liter, Vergleich Juni 2013: 80,5 Liter
JULI

8. Juli 2014
Wir haben unsere Bewässerung immer noch nicht aktiviert. Es ist bereits Juli!
14. Juli 2014
Über 200 Nacktschnecken gesammelt und auf dem „Hügel“ wieder ausgesetzt.
18. Juli 2014
Hochsommer!
20. Juli 2014
Bambusneuzugänge von Fred Vaupel: Fargesia nitida (Sämling ‚Carwinion No. 2’), Fargesia murielae ‚Evergreen’, Fargesia nitida ‚Fontäne’, Fargesia nitida ‚Viking’, Fargesia murielae ‚Freds Giant Dragon’, Fargesia murielae ‚Dragon King’. Wir sind gespannt, wie die sich bei unserem eher trockenen, durchaus mageren Boden, aber immerhin im Halbschatten so machen.
27. Juli 2014
Bewässerung gelegt!
Jetzt startet die Gießsaison – spät dieses Jahr!
31. Juli 2014
Unsere Heleniums sind schwächer in diesem Jahr, haben sich aber gut versamt.
Regenstatistik: Juli 2014 – 102 Liter, Vergleich Juli 2013: 28 Liter
AUGUST

1. August 2014
Gießen – und kein Ende.
3. August 2014
Es ist inzwischen so trocken, dass ein Liter Regen verpufft wie nichts.
5. August 2014
Überall regnet es, nur nicht bei uns. Es ist soooo strohtrocken …
6. August 2014
Kommen zu nichts anderem mehr. Gießen gegen die Trockenheit an.
7. August 2014
ENDLICH: Etwas Regen
17. August 2014
Wisteria Sommerschnitt, Lavendelschnitt
20. August 2014
Eine tolle Entdeckung: Buddleja alternifolia ist wieder da.
27. August 2014
Morgennebel – wunderschön, aber herbstlich.
30. August 2014
Rhizomarbeiten bei Phyllostachys aureosulcata ‚Aureocaulis’, Ph. humilis und Ph. vivax ‚Huangwenzhou’ – der Boden ist soooooo trocken!
Regenstatistik: August 2014 – 50,75 Liter, Vergleich August 2013: 52,75 Liter
SEPTEMBER

2. September 2014
Es ist soo trocken – gegen Abend rollt Phyllostachys propinqua die Blätter!
4. September 2014
Weitere Rhizomarbeiten im „Wilden Garten“ bei Phyllostachys propinqua und Ph. bissetii.
Die Felsenbirne hat kaum noch Laub, die Trockenheit fordert ihren Tribut.
Auch Ph. nigra ‚Henonis’ rollt die Blätter. Wir kommen mit Gießen einfach nicht mehr hinterher, so trocken ist es.
8. September 2014
Gießen, Gießen, Gießen
20. September 2014
Selbstausgesäte Bäume, die überleben dürfen, im Wilden Garten markiert: eine Eiche und eine mehrstämmige Birke sowie eine Zitterpappel.
23. September 2014
Ein Hauch von Raureif.
25. September 2014
Die Brombeeren vertrocknen eher an der Pflanze, als dass sie reif werden …
Regenstatistik: September 2014 – 19,5 Liter, Vergleich September 2013: 79,5 Liter
OKTOBER

1. Oktober 2014
Die Chinesen sind alle gut angewachsen. Alle treiben gut aus. Hoffentlich härten die Neuaustriebe genug aus vor dem Frost.
9. Oktober 2014
Erste Narzissenzwiebeln gesetzt: N. ‚Carlton’
14. Oktober 2014
Viburnum bodnantense ‚Dawn’ blüht
16. Oktober 2014
Weitere Narzissenzwiebeln gesetzt: N. ‚Carlton’
26. Oktober 2014
Die Laubrechsaison startet.
Regenstatistik: Oktober 2014 – 58,75 Liter, Vergleich Oktober 2013: 133,25 Liter
NOVEMBER

6. November 2014
Herbstprinzen im Obsthof gepflückt.
7. November 2014
Bewässerungssystem eingeholt.
11. November 2014
Vogelhaus aufgestellt … Grünspecht im Anflug
15. November 2014
Iris reticulata kommen raus …
22. November 2014
Dahlien raus und eingelagert
Tee draußen 🙂
28. November 2014
Angefangen erste Töpfe ins Kalthaus zu stellen
Regenstatistik: November 2014 – 35,5 Liter, Vergleich November 2013: 82,75 Liter
DEZEMBER

1. Dezember 2014
Vorm Haus blühen Primeln, Vinca minor und Helleborus
3. Dezember 2014
Alles ist drin im Kalthaus – jetzt kann der Winter kommen. Minus 4,2 Grad.
5. Dezember 2014
Die Sumpfeichen haben noch fast alle Blätter.
9. Dezember 2014
Miscanthus sin. ‚Variegatus‘ und ‚Gracilimus‘ blühen zum ersten Mal bei uns.
12. Dezember 2014
Die Weidenkätzchen fangen an zu blühen und Lonicera purpusii auch.
19. Dezember 2014
Fast eine Woche Dauerregen …
26. Dezember 2014
Nun kommt doch noch ein wenig Schnee zum 2. Weihnachtstag …
28. Dezember 2014
Das war tüchtig kalt: minus 8,1 Grad. Es liegt noch immer ein Hauch von Schnee.
31. Dezember 2014
Wir wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch nach 2015 und ein tolles neues Gartenjahr.
Regenstatistik: Dezember 2014 – 167,5 Liter, Vergleich Dezember 2013: 82,25 Liter
In diesem Jahr können wir uns hier in der Nordheide wirklich nicht beklagen: Statt trüber, verregneter Novembertristesse lockt doch sehr oft die Sonne hinaus in den Garten. Herbststürme blieben bisher zum Glück ebenfalls aus und die Temperaturen fielen auch erst zweimal unter null Grad. Entsprechend lang hängen die Blätter an den Bäumen – und verlängern die „Laub-harken-Saison“. Und in den Beeten findet man noch die eine oder andere Blüte, die sich dem zunehmend schwindenden Licht entgegenstreckt.
Die Herbstfärbung fiel bei uns in diesem Jahr insgesamt zwar etwas zurückhaltender aus – aber Parrotia persica ‚Vanessa’ ist trotzdem ein „Hingucker“.
Rotbuchen, auch Spitz- und Bergahorn, Sumpfeichen und natürlich die Stieleichen lassen sich Zeit mit dem Laub abwerfen. Wie schön.
Die Fuchsien lieben das feuchte, kühlere Wetter und blühen unermüdlich.
Auch die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) wollte es noch einmal wissen und setzte zum neuen Blütenaustrieb an.
Die Dahlien waren eine Pracht – bis zum Nachtfrost am 21. November.
Blütenstände von Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm’ im Gegenlicht.
Herbststimmung an unserem Schattenplatz – hier mit Lichteinfall.
Gräser sind ein dominierendes Element im herbstlichen Garten: Miscanthus sinensis ‚Variegatus’ (links) bringt einen hellen Akzent, das Rohr-Pfeifengras Molinia caerulea subsp. arundinacea (Mitte) setzt ein sattes Goldgelb dagegen, das wunderbare Miscanthus sinensis ‚Malepartus’ (rechts) von Ernst Pagels folgt ihm einige Tage später.
War zwar im Oktober-Post schon dabei, begeistert aber auch noch im November: Rhus typhina.
Katze Luisa ist beim Spaziergang durch die wilden Wiesen immer mit von der Partie.
Jedes Jahr begeistert der Herbst wieder mit seiner ganz eigenen Stimmung. Wenn die Sonne die sich langsam verfärbenden Pflanzen in ein warmes Licht taucht, wenn sich morgens Nebelschwaden zögernd auflösen oder wenn einem der Duft von reifen Äpfeln und feuchtem Herbstlaub in die Nase steigt.
Hier einige Impressionen aus dem Wilden Garten:
Das Gegenlicht „vergoldet“ die sich lösende Rinde von Betula utilis.

Cercidiphyllum japonicum
Einer der zuverlässigsten Herbstfärber bei uns: die Katsurabäume Cercidiphyllum japonicum.

Cercidiphyllum japonicum
Täglich kann man sich bei den Katsurabäumen an neuen Farbwundern erfreuen.

Cotinus coggygria ‚Royal Purple‘
Setzt auch im Herbstlicht schöne Akzente: Cotinus coggygria ‚Royal Purple’.
Der Kanadische Judasbaum Cercis canadensis ‚Forest Pansy’ ist ein Garant für warme Töne, die wunderbar mit seinen dunklen Ästen korrespondieren.
Die verwelkenden Blütenstände der Hortensien bereichern den Garten wochenlang mit ihrem Charme.

Rhus typhina
Sorgt alljährlich für ein Herbstfeuerwerk: Rhus typhina.

Rhus typhina