Wintergrün

Auch dieser Dezember wartete mit einem bei uns recht typischen Wetterverlauf auf: Einer Episode, die ankündigt, dass es jetzt wirklich ernsthaft Winter wird – in 2022 hieß das eine ganze Woche Kahlfrost bis minus 9 Grad – sowie die Tage drum herum, an denen wir uns eher bei aktuell 13 Grad und Regen gen Frühling träumen. Egal, welches Setting gerade vorherrscht: Die Immergrünen bringen in dieser Zeit frische Farbe in unseren Garten. Allen voran der Bambus, der zudem für die ein oder andere Überraschung gut war. Dazu gleich mehr.

Wie immer zum Jahresende muss erst noch ein kurzer Blick auf die Regenstatistik fallen: Obwohl sich die Wolken zurzeit mächtig Mühe geben, die Niederschlagsmenge noch in die Höhe zu treiben, werden wir in Summa unter den Werten der vorherigen Jahre liegen: Nach 955 mm in 2021 bzw. 936,25 mm in 2020, kommen wir 2022 nur auf 891,75 mm. Und laut Wetterradar war es das dann in diesem Jahr mit dem Regen.

Aber nun zu unserem Lieblingsgras. Wir hatten in den vorigen Posts ja schon ausgiebig unsere tierischen Gartenfreunde präsentiert. Hier nun noch einmal, denn das Rehwild teilt unsere Bambusliebe. Das grüne Blättermeer bietet Schutz vor Wind und Regen, lässt aber gleichzeitig den Blick frei, um die Umgebung auf mögliche ungebetene Störungen hin abzuscannen
Bei Phyllostachys nigra ‚Boryana‘ ist leider nix mehr vom grünen Blättermeer übrig geblieben: Das Laub wurde 2022 fast vollständig durch Blüten ersetzt, die die Halme jetzt durch ihr Gewicht nach unten biegen
Ebenfalls ungewöhnlich: der diesjährige Wachstumszyklus von Phyllostachys parvifolia. Im Spätherbst/Winter 2022 treibt der Bambus weiter neue Halme. Leider reine Energieverschwendung, da die Neuaustriebe keine anhaltenden Frostgrade überleben. Und mit denen ist im Januar/Februar sicher noch zu rechnen
Wie aus der Zeit gefallen wirken auch diese Brombeeren
Im Laufe der Jahre haben sich unsere Sitzklötze aus Buchenstämmen dank der Mithilfe von zahlreichen Tieren und Pilzen fast vollständig zersetzt. Es war und ist spannend zu beobachten, wer und was sich dort alles tummelt
Das gilt ebenso für die Benjeshecke, die neben unserem großen Totholzhaufen als tierischer Überwinterungs- und Nistplatz dient. Auf dass 2023 ein gutes Jahr für Flora und Fauna wird!
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