Septemberregen und leckere Früchte

Nach Sonne und Hitze kam Regen! Ganze 120 mm Niederschlag fielen bei uns in diesem Monat. Was für ein Glück. Man konnte die Pflanzen fast aufatmen hören, sich mit neuer Energie zum Herbst noch einmal zu voller Größe und Pracht aufrichten sehen. Dafür nehmen wir auch gerne in Kauf, dass wir das finale Mähen nicht auf allen Wiesen geschafft haben. Vielleicht klappt es im Oktober noch. Wenn nicht: Regen ist wichtiger.

Zum Herbstanfang gibt es schon einige Samenstände in den Staudenbeeten. Besonders markant: die in dichten Gruppen an aufrechten Trieben stehenden Fruchtstände des Brandkrauts (Phlomis russeliana)
Hier wird noch bis zum ersten Frost geblüht: Lespedeza thunbergii zählt zu den absoluten Spätblühern. Die kleinen wickenartigen Blüten an den langen überhängenden Trieben des Buschklees korrespondieren schön mit den filigran funkelnden Blütenständen von Calamagrostis brachytricha, welches auf Deutsch nicht umsonst Diamant-Reitgras genannt wird
Ein Neuzugang bei uns ist Rudbeckia fulgida ‚Forever Gold‘. Der Sonnenhut steht Ende September noch in voller Blüte und soll auch nicht so nahrhafte Böden tolerieren. Ich bin gespannt, wie er sich entwickelt
Nicht so gut gedeiht in diesem Jahr Helianthus ‚Lemon Queen‘. Der Staudensonnenblume hat die Sommertrockenheit ziemlich zugesetzt
Die Stieleichen hängen hingegen über und über voll mit Früchten. Die namensgebenden Früchte von Quercus robur sitzen an bis zu 12 cm langen Stielen. Bei dem üppigen Angebot ist es sicher nur eine Frage der Zeit, wann die Wildschweine wieder mal vorbeikommen
Für viele Vogelarten interessant sind die Früchte des Sanddorns, hier die reich tragende Sorte Hippophae rhamnoides ‚Leikora‘. Natürlich könnten wir die Vitamin-C-haltigen Früchte auch selbst verwenden, aber die gemischte Heckenpflanzung soll ja als Futterquelle, Schutz- und Brutstätte für die Fauna dienen
Ebenfalls in dieser Hecke wächst der Kleinfruchtige Zierapfel Malus toringo, dessen Früchte im Winter auf dem Speiseplan verschiedener Singvögel stehen
Die Füchse hingegen waren bisher jedes Jahr zur Zwetschgenzeit nächtlich dabei, die heruntergefallenen Früchte zu naschen – die alte unbekannte Sorte ist wirklich super aromatisch. In diesem Jahr scheinen allerdings die Rehe die Zwetschgen für sich zu beanspruchen, und Fuchs muss sich nach anderem Nahrhaftem umgucken. Mäuse hätten wir genug
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