Es summt und brummt und blüht

Blüten, Bienen und Co. begleiten uns auf Schritt und Tritt beim Gang durch den Juni-Garten. Wiesen, Blühfeld und Beete bieten für viele Vertreter der Fauna in diesem Monat ein reiches Nahrungsangebot.

In den Wiesen entwickeln sich jedes Jahr Bereiche mit unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften: Hier blühen neben Weißklee (Trifolium repens) u. a. Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys), Weicher Storchschnabel (Geranium molle), Feldklee (Trifolium campestre) und verschiedene Habichtskräuter (Hieracium)
Gerade auf den Wegen durch die Wiesen breitet sich der Weißklee aus – das regelmäßige Mähen fördert sein Wachstum. Entsprechend summt und brummt es um die Füße, wenn ich gaaaanz vorsichtig herumschlendere und versuche, möglichst auf keines der Futter suchenden Insekten zu treten
Die Gefahr besteht bei diesem sich ebenfalls auf Nahrungssuche befindlichen Tierchen nicht: Eichhörnchen sind regelmäßige Besucher an den Meisenknödeln – dank ihrer Kletterkünste kommen sie überall ran. Dieses Exemplar nascht die runtergefallenen Reste und war völlig überrascht, als ich plötzlich neben ihm stand
Vorsichtig und leise muss ich mich auch dem Teich nähern, wenn ich nicht nur Platschgeräusche hören will, sondern die hübschen kleinen Teichfrösche beobachten möchte
Am Wegesrand in den Sträuchern ließ sich kurz eine Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis) fotografieren. Die sehr markante Schnabelfliegenart wurde vom NABU zum „Insekt des Jahres 2018“ gekürt. Das vergrößerte Ende des Hinterleibs der Männchen erinnert an den Stachel eines Skorpions, daher die Namensgebung. Stechen können die Fliegen allerdings nicht, die blasenartige Verdickung dient der Fortpflanzung
Dieser Blutbär (Tyria jacobaeae) präsentiert sich auf einem Holzbrett im Garten. Die auffällig gefärbten, giftigen Schmetterlinge sind regelmäßig bei uns zu Gast. Ihre gelbschwarz geringelten Raupen leben mit Vorliebe auf Jakobs-Kreuzkraut, welches wir daher an wenigen Stellen in den Wiesen für sie stehen lassen
Zu den absoluten Attraktionen für Mensch und Tier zählt im Juni die Kletterhortensie: Ihr herrlich süßer Blütenduft umfängt einen schon von Weitem. Hydrangea petiolaris ist mit ihrer üppigen Blütenpracht zudem ein wertvolles Insektennährgehölz und ein beliebter Vogelnistplatz, insbesondere bei unseren Amseln
Neben den hoch stehenden Wiesen und zunehmend höher wachsenden Stauden gibt es auch bei uns regelmäßig gemähte Grasflächen. Die sind allerdings ebenfalls weit von einer Rasenmonokultur entfernt
Zum Ende des Juni-Spaziergangs noch ein Detailblick in die Beete. Trockenheitsresistente Blühgarantie bietet die anspruchslose Federnelke (Dianthus plumarius). Nur sonnig sollte es bitte sein
Im lichten Halbschatten bringen Taglilien (Hemerocallis) und Akelei (Aquilegia) wochenlang Farbe ins Grün
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