
Windiger Spätsommer, trockener Frühherbst, ab und zu erwischte uns ein Schauer. Dieser September schwankte zwischen herrlichen Sonnen- und stürmisch-wolkenverhangenen Tagen. Leider ließen die Wolken nur 63 mm Niederschlag auf den Garten regnen, sodass der Boden nur tageweise und lediglich in den obersten Zentimetern etwas feucht war. Dann hieß es: Schnell sein und zum Spaten greifen. Denn jeder Tropfen Feuchte in der Erde erleichtert das Abstechen der Bambusrhizome ungemein. In harter trockener Erde bringt das gar keinen Spaß. Ich setze jetzt darauf, dass die kommenden Monate bessere Bedingungen schaffen – sprich mehr Regen und bitte keine frühen Minusgrade –, damit ich die noch fehlenden Strecken bis zum Jahresende entspannt fertig kriege. Und wenn nicht: Der nächste Frühling kommt bestimmt.

Unbeeindruckt von Wind und Wetter hat sich die Waldrebe Clematis ‚Paul Farges‘ inzwischen auf gute sieben Meter Höhe in die Bäume im alten Hühnerauslauf gewunden. Bis in den September hinein ist sie über und über mit weißen, leicht duftenden Blüten übersät – wunderschön

In den Beeten schlägt jetzt die große Stunde der Gräser. Hier zaubert das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) Licht zwischen die herbstlichen Stauden

Auf dem Blühfeld ist nun auch die zweite Hälfte gemäht. Hase, Rebhuhn und Co. finden im Wilden Garten und bei den Nachbarn noch genug Versteckmöglichkeiten im hohen Gras. Im kommenden Frühjahr profitieren sie von zeitigem Neuaustrieb, der noch im Herbst startet

Die Kupfer-Felsenbirnen (Amelanchier lamarckii) sind ebenfalls schon im Herbst-Outfit. Nur noch wenige Blätter hängen an den Zweigen. Die leckeren Früchte wurden bereits rückstandslos von den Vögeln verspeist

Licht- und Schattenspiel in der Spätsommersonne: Die Blätter des Katsurabaums (Cercidiphyllum japonicum) beginnen, sich herbstlich zu verfärben

Kein Herbst-Post ohne Persisches Eisenholz. Auch Parrotia persica zeigt deutlich, dass der Herbst begonnen hat. Ich freue mich auf ein hoffentlich lang andauerndes Farbenfeuerwerk!