Natur im Trockenstress

Zu früh gefreut. Nachdem im Juli immerhin noch 60 mm Niederschlag fielen, brachte es der August bei uns bisher nur auf 40 mm Regen. Heute Nachmittag könnte noch etwas hinzukommen. Aber das ändert nichts daran, dass es einfach zu trocken war in diesen warmen Sommermonaten. Ergebnis: Ich wähne mich bereits im Frühherbst. Die Bäume – allen voran Kupfer-Felsenbirnen, Berg-Ahorne, Birken und Rosskastanien – lassen ordentlich Blätter fallen, auch einige Sträucher und Stauden haben sich schon in herbstliche Farben gekleidet.

Die Sonnenfinsternis war bei uns zwar nicht total, schuf aber dennoch für wenige Momente ebenfalls eine herbstliche Stimmung

Das Rehwild findet neben vertrocknetem Gras immer noch genügend wohlschmeckendes Grün

Die Fargesien, im Bild Fargesia murielae ‚Jumbo‘ und ‚Standing Stone‘, präsentierten sich im August fast ausschließlich im „Nadel-Look“: Das Einrollen der Blätter minimiert die Verdunstung bei knappen Wasserressourcen. Ein leichtes Laubrollen zeigt auch der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) im Hintergrund mit seinen großen Blättern

Stauden an halbschattigen Plätzen halten der Trockenheit gut stand und blühen unverdrossen wie beispielsweise die Gelenkblumen (Physostegia virginiana), die hier von einer Ackerhummel (Bombus pascuorum) besucht werden

Vorteil der Trockenheit: Das Mähen der Wiesen ging in diesem Jahr ausgesprochen entspannt von der Hand. Nur das Abtragen des Heus haben wir nicht ganz im Trockenen geschafft. Kaum war die letzte Ecke gemäht, setzte Regen ein – wir haben uns trotzdem darüber gefreut

Dramatisches Abendrot ist im August besonders häufig. Fallen die schweren Wolken aufs Feld oder bleiben sie doch am Himmel …

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