Blüten- und andere Besucher

Es ist eine Krux: Wenn man sich nicht richtig Zeit nimmt und regelmäßig konzentriert – möglichst noch bei sonnigem Wetter – mit Fotoapparat oder Smartphone bewaffnet durch den Garten streicht, übersieht man viele tierische Besucher. Was natürlich super schade ist und echt ein triftiger Grund, mal eine Urlaubswoche für das Projekt „fotografische Dokumentation der Gartenfauna“ einzuplanen. Werde ich mal drüber nachdenken. Nachts klappt das mit den Wildkameras ganz gut: Von Maus bis Wildschwein lassen sich die Säuger klar identifizieren. Aber die Vogel-, Amphibien- oder Insektenwelt verlangt meist detailliertere Aufnahmen für eine eindeutige Bestimmung.

Bei diesem Labkrautschwärmer (Hyles gallii) hatte ich Glück. Während seine Raupen das namensgebende Echte Labkraut oder auch Weidenröschen als Nahrungsquelle bevorzugen, lieben die Falter u. a. besonders Phlox
Agastache ‚Black Adder‘ ist bei vielen Insekten gefragt. Hier hat sich eine Gamma-Eule (Autographa gamma) darauf niedergelassen. Der auch tagsüber fliegende Eulenfalter trägt seinen Namen nach dem griechischen Buchstaben Gamma: Er ist als weißes Zeichen auf den beiden Vorderflügeln zu sehen
Wasserdost zählt ebenfalls zu den absoluten Favoriten der Insekten – und zu meinen. Neben diversen Exemplaren von Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘, der sich bei uns besonders wüchsig zeigt, haben wir den hier etwas früher blühenden Eupatorium purpureum (im Bild) gepflanzt
Perfekte Insektenweide und spannendes Farbenspiel: Helenium ‚Vicky‘ vor Polygonum amplexicaule ‚Rosea‘
Rudbeckia fulgida – ein weiterer Insektenmagnet – hat sich in unseren Wiesen als Relikt ausgestreuter Samenmischungen tatsächlich zaghaft etabliert
Tief stehende Augustsonne scheint durch das immer aufrecht stehende Calamagrostis x acutiflora ‚Karl Foerster‘, das zarte Achnatherum calamagrostis und das kräftig weiß gestreifte Miscanthus sinensis ‚Variegatus‘ (v. li.). Ihre Samen sind für Vögel interessant
Sonnenlicht setzt Cercidiphyllum japonicum vor den alten Stieleichen in Szene. Bis vor Kurzem standen hier noch zwei Katsurabäume direkt nebeneinander. Der linke wurde durch regelmäßige Spätfröste so stark geschwächt, dass er in diesem Jahr abstarb. Der Überlebende friert an den Spitzen auch dauernd ab, steckt das aber offensichtlich deutlich besser weg. Über unser leicht abfallendes Feld strömen immer wieder ziemlich punktuell kalte Luftmassen in unseren Garten. Da können zwei Meter den entscheidenden Unterschied ausmachen – faszinierend
Ihn trifft keine Schuld. Obwohl die Rehböcke – durchaus auch in eingezäunten Bereichen – ab und zu mit ihrem Geweih Bäume beschädigen: Diesmal war er es nicht
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