{"id":726,"date":"2012-09-19T09:45:27","date_gmt":"2012-09-19T09:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=726"},"modified":"2012-09-19T10:06:39","modified_gmt":"2012-09-19T10:06:39","slug":"spatsommerliebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=726","title":{"rendered":"Sp\u00e4tsommerliebe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-727\" title=\"Helenium Hybr. &quot;Sahin's Early Flowerer&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808-21.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808-21.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808-21-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war nicht so richtig ihr Sommer &#8230; der harte Winter hat ihnen ganz sch\u00f6n zugesetzt &#8230; trotzdem sind sie auch diesmal wieder sch\u00f6n \u2013 wenn auch nicht so pr\u00e4chtig wie sonst &#8230; ein wenig zerzaust, aber dennoch beeindruckend mit ihren gro\u00dfen, wogenden Bl\u00fctenwolken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Helenium<\/em> \u2013\u00a0eine Sp\u00e4tsommerliebe voll \u00fcppiger Dramatik und \u00fcberbordender W\u00e4rme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich mit den Farben zusammen, die dieser Korbbl\u00fctler (<em>Asteraceae<\/em>)\u00a0mit ausladender Geste in den Garten schleudert: Gelb, Orange, Rot, Burgunder \u2013 \u201eHot Colours\u201c wie die Engl\u00e4nder sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Botanisches rund um die Sommer- und Sp\u00e4tsommerstaude<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-728\" title=\"Helenium Hybr. &quot;Baudirektor Linne&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0771.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0771.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0771-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-align: justify;\">Die Sonnenbraut tr\u00e4gt ihren Namen zu Recht. Sie braucht volle Sonne und gut dr\u00e4nierte B\u00f6den. Daf\u00fcr bedanken sich die urspr\u00fcnglich aus Nord- und Mittelamerika stammenden Pflanzen mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Bl\u00fchpower, je nach Art \u2013 und es gibt insgesamt gut 40 davon \u2013 vom fr\u00fchen bis in den sp\u00e4ten Sommer. Drei dieser Arten bestimmen das aktuelle Heleniumangebot: <\/span><em style=\"text-align: justify;\">Helenium autumnale, Helenium bigelovii und Helenium flexuosum <\/em><span style=\"text-align: justify;\">\u2013 Kultivare der ersteren finden h\u00e4ufig in Natur- und Pr\u00e4rieg\u00e4rten Verwendung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heleniumstauden wachsen in der Regel horstig. Sie haben verzweigte, belaubte Triebe mit wechselst\u00e4ndigen, lanzettlichen Bl\u00fcten. Die Mitte der Bl\u00fcte ist hochgew\u00f6lbt \u2013 in der Farbe Braun oder Gelb \u2013 und umstrahlt von einem Kranz von Zungenbl\u00fcten mit breit auslaufenden Spitzen in den sch\u00f6nsten Sommerfarben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-729\" title=\"Helenium Hybr. &quot;El Dorado&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0819.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0819.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0819-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4ltere Bl\u00fcten \u00e4ndern mit der Zeit ihre Farbe hin zu schwarz und sie biegen sich nach unten. Dadurch wird die kugelige Bl\u00fctenmitte noch mehr betont \u2013 ein idealer Blickfang im Winter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt inzwischen vielerlei Heleniumkultivare im Handel und es kommen immer neue hinzu. Die Forschungsanstalt f\u00fcr Gartenbau in Weihenstephan hat sich in Deutschland um die <a href=\"http:\/\/www.staudensichtung.de\/helenium1.html\" target=\"_blank\">Sichtung der Helenium<\/a> verdient gemacht. Zu der zwischen 2001 und 2004 durchgef\u00fchrten Sichtung ist 2006 eine CD erschienen \u2013 <a href=\"http:\/\/www.hswt.de\/fgw\/wissenspool\/software\/eigene-produkte\/helenium-cd.html\" target=\"_blank\">Helenium in Sorten und Bildern<\/a>.\u00a0Die nationale Sammlung in England ist <a href=\"http:\/\/www.specialperennials.com\/Helenium\/index.htm\" target=\"_blank\">hier<\/a> beschrieben.<\/p>\n<p><strong>Tipps, Tricks , Wissenswertes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-730\" title=\"Helenium Hybr. &quot;Baudirektor Linne&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0060.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0060.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0060-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Z\u00fcchtungen stammen aus Deutschland und den Niederlanden, was man schon den Namen entnehmen kann: Helenium \u201eBaudirektor Linne\u201c (kr\u00e4ftig orange-rot, mit der Zeit ins kupferrote gehender robuster Kultivar, mit dem wir in unserem Garten ausgezeichnete Erfahrungen gemacht haben), \u201eFlammendes K\u00e4thchen\u201c, \u201eRauchtopas\u201c und \u201eK\u00f6nigstiger\u201c sind nur einige der bekannten und beliebten Sorten. Weitere gibt es <a href=\"http:\/\/www.helenium-phlox.de\/helenium\/abbeydore-bronze\" target=\"_blank\">hier<\/a> zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anzahl der Kultivare ist inzwischen so gro\u00df, dass man durch geschickte Pflanzenauswahl den ganzen Sommer bis weit in den Oktober hinein bl\u00fchende Helenium im Staudenbeet bewundern kann. Bei der Beetkomposition ist der <a href=\"http:\/\/www.helenium.net\/flowering.htm\" target=\"_blank\">Bl\u00fchkalender von Martin Hughes-Jones<\/a>\u00a0sehr hilfreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-731\" title=\"Helenium Hybr. &quot;Baudirektor Linne&quot;, Fargesia &quot;Jiuzhaigou 1&quot;, Eupatorium purpureum subsp. maculatum &quot;Purple bush&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0808-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Helenium lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Eine, die im Juni und Juli zur Bl\u00fcte kommt und eine andere, die ab August bl\u00fcht. Die fr\u00fchbl\u00fchenden Pflanzen, beispielsweise Helenium \u201eMoerheim Beauty\u201c, \u201eSahin&#8217;s Early Flowerer\u201c oder \u201eWaltraut\u201c, sind oft nicht so hoch gewachsen. Sie bl\u00fchen aber mehrmals und werden durch regelm\u00e4\u00dfiges Ausschneiden von Verbl\u00fchtem (englisch \u201eDeadheading\u201c) zu einer wiederkehrenden Bl\u00fcte angeregt. Sp\u00e4tere, oftmals h\u00f6here Sorten, bl\u00fchen meist im Juli, August und September. Diese schenken uns eine immer wieder beeindruckende Bl\u00fctenwucht, reagieren aber leider nicht auf \u201eDeadheading\u201c und bl\u00fchen daher nur einmal. Aber daf\u00fcr langandauernd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Helenium es feucht m\u00f6gen und auf Trockenheit mit verkahlenden St\u00e4ngeln reagieren, kann dies vor allem bei h\u00f6heren Sorten wie beispielsweise \u201eFlammendes K\u00e4thchen\u201c (bis 1,25 m) und \u201eK\u00f6nigstiger\u201c (bis 1,50 m) recht unsch\u00f6n aussehen. Daher empfiehlt es sich, im Staudenbeet auf eine kluge Staffelung der Pflanzen zu achten, sodass vor h\u00f6heren Heleniumsorten idealerweise niedrigere Pflanzen stehen.\u00a0 Oder man wendet die Technik des \u201eChelsea chop\u201c an: Heleniumpflanzen, die vorne im Beet stehen, werden im Mai um 10\u201315 cm gek\u00fcrzt, dadurch bilden sie kleinere, aber verzweigtere Stauden, die die leider oft verwelkt wirkenden St\u00e4ngel der h\u00f6heren Exemplare im Hintergrund in der Bl\u00fchphase verdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Pflanzen in der Mitte auskahlen, ist es Zeit, die Staude durch Teilung wieder zum Wachstum anzuregen. Tipps zum Teilen und einiges andere Wissenswerte gibt es <a href=\"http:\/\/www.specialperennials.com\/images\/downloads\/growing_heleniums.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Oft findet man in der Literatur den Hinweis, die Stauden alle zwei bis drei Jahre zu teilen, um ihre W\u00fcchsigkeit anzuregen. Wir orientieren uns hier allerdings weniger an diesem vielzitierten zeitlichen Rhythmus aus dem Lehrbuch als an unserem eigenen g\u00e4rtnerischen Blick \u2013 wenn die Stauden in ihrer Mitte sp\u00e4rlicher werden, dann teilen wir sie einfach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beth Chatto z\u00e4hlt Helenium \u201eSonnenwunder\u201c zu ihren 100 Must Have Plants (Gardens Illustrated, Februar 2012), denn Helenium seien nicht nur im Garten eine Pracht, sondern bl\u00fchten auch in der Vase \u00fcber Wochen. Dies liest man in der Tat immer wieder. Wir k\u00f6nnen das leider nicht best\u00e4tigen und lassen die Bl\u00fcten inzwischen lieber im Garten ihre Wirkung entfalten. Denn dort freuen nicht nur wir uns am \u00fcppigen Bl\u00fctenmeer, sondern auch zahlreiche Bienen und Schmetterlinge.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-732\" title=\"Helenium Hybr. &quot;Flammendes K\u00e4thchen&quot;\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0821.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0821.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC_0821-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<address style=\"text-align: left;\">Literatur:<br \/>\nRoyal Horticultural Society, Die gro\u00dfe Encyclop\u00e4die (Hrsg. Graham Rice)<br \/>\nMartin Hughes-Jones: The Garden, August 2012, Soaking up the sun,\u00a0 S. 36<\/address>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war nicht so richtig ihr Sommer &#8230; der harte Winter hat ihnen ganz sch\u00f6n zugesetzt &#8230; trotzdem sind sie auch diesmal wieder sch\u00f6n \u2013 wenn auch nicht so pr\u00e4chtig wie sonst &#8230; ein wenig zerzaust, aber dennoch beeindruckend mit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=726\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,31,5,10],"tags":[63,36,67,68,47],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=726"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":744,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/726\/revisions\/744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wildgardening.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}