{"id":516,"date":"2012-05-29T14:55:41","date_gmt":"2012-05-29T14:55:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=516"},"modified":"2012-09-14T10:57:15","modified_gmt":"2012-09-14T10:57:15","slug":"wilde-lupinen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=516","title":{"rendered":"Wilde Lupinen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em><a href=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00924.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-494\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00924.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00924.jpg 650w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00924-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zun\u00e4chst war da nur eine. Sie war blau. Wuchs einfach irgendwo. Wir fanden sie h\u00fcbsch und pflanzten sie um. An ein Pl\u00e4tzchen, wo sie uns besser gefiel und wo sie sich ausbreiten konnte, wenn sie wollte. Sie wollte. Und wie.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt gibt es Bereiche in unseren wilden Wiesen, die \u00fcbers\u00e4t sind mit Lupinen. Inmitten all der wogenden Gr\u00e4ser sind die eleganten lanzettenartigen Teilbl\u00e4ttchen und die imposanten blauen Bl\u00fctendolden ein echter Hingucker.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-678\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03522.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03522.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03522-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-679\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_0177.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_0177.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_0177-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lupinen begeistern mich schon im fr\u00fchen Fr\u00fchjahr, wenn sich die zarten handf\u00f6rmigen \u2013 ja, es hei\u00dft tats\u00e4chlich so \u2013 Bl\u00e4tter durch das erste Wiesengr\u00fcn hindurchschmeicheln. Und es vergeht kein Tag, an dem meine Faszination nicht weiter w\u00e4chst. Manchmal stehen die einzelnen Bl\u00e4ttchen wie in einer Krone zueinander. Dann wieder legen die Bl\u00e4tter sich f\u00e4cherartig \u00fcbereinander und bilden eine Art Schutzschild. Was sie wohl besch\u00fctzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-680\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03642.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03642.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03642-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bl\u00fctendolden, die zun\u00e4chst ganz unscheinbar unter den Bl\u00e4ttern stehen und sich dann geradezu explosionsartig emporrecken?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-681\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00912.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00912.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_00912-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Bis zu 50 cm H\u00f6he k\u00f6nnen diese majest\u00e4tischen Bl\u00fcten erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-683\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02603.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02603.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02603-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Gattung, die Arten\u2028 und ihr Vorkommen<\/strong><em><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lupine geh\u00f6rt innerhalb der Familie der H\u00fclsenfr\u00fcchtler (<em>Fabaceae<\/em> oder <em>Leguminosae<\/em>) zur Unterfamilie der Schmetterlingsbl\u00fctler (<em>Faboideae<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie wird in zwei Untergattungen gegliedert: <em>Lupinus platycarpos<\/em> und <em>Lupinus. <\/em>Der Subgenus <em>Platycarpos<\/em> hat flache H\u00fclsenfr\u00fcchte und ist urspr\u00fcnglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet (s\u00fcdliches und westliches Nordamerika). Die H\u00fclsenfr\u00fcchte des Subgenus <em>Lupinus<\/em> sind hingegen nicht flach und die Pflanzen kommen im Mittelmeerraum und in Afrika vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt gibt es nach <a href=\"http:\/\/www.systbot.uzh.ch\/Personen\/ProfessorenundDozenten\/ColinHughes.html\" target=\"_blank\">Hughes<\/a> \u00fcber 280 Arten, die Taxonomie ist ausgesprochen vielf\u00e4ltig. Der Subgattung <em>Platycarpos <\/em>werden ca. 270 Arten zugerechnet, der Untergattung<em> Lupinus<\/em> elf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir beherbergen im unserem wilden Garten die hierzulande am h\u00e4ufigsten vorkommende <em>Lupinus polyphyllus<\/em>, die Vielbl\u00e4ttrige Lupine aus der Subgattung <em>Platicarpos<\/em>. Es ist die klassische Bauerngarten-Lupine. Unsere war eines Tages einfach da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-684\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02252.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02252.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02252-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Botanische Beschreibung\u2028<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Lupinus polyphyllus<\/em> ist eine mehrj\u00e4hrige Staude und kann bis 120 cm hoch werden, wobei alleine die Bl\u00fctendolde bis zu 50 cm der H\u00f6he ausmacht. Sie bl\u00fcht von Juni bis September. Bei uns startete die Bl\u00fchsaison in diesem Jahr sogar schon im Mai. Die Bl\u00e4tter der Vielbl\u00e4ttrigen Lupine sind in neun bis 17 lanzettlich-spitze Bl\u00e4ttchen unterteilt. Die Behaarung ist anliegend. Die Bl\u00fcten sind meist blau, selten wei\u00df. Sie riechen leicht pfeffrig. B\u00f6schungen und Lichtungen werden von den Pflanzen bevorzugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-685\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02092.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02092.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_02092-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nachhaltigsten Z\u00fcchtungen innerhalb der <em>Lupinus polyphyllus<\/em> sind die nach ihrem Z\u00fcchter benannten Russel-Hybriden. Diese bieten eine gro\u00dfe Farbpalette f\u00fcr das Staudenbeet. Allerdings sind sie meist kurzlebig. Nach ungef\u00e4hr f\u00fcnf Jahren verlieren sie ihre Kraft. Die Lupine wird gerne \u00fcber Stecklinge vermehrt oder einfach mit Samen in die Erde gebracht. Wer sich f\u00fcr weitere botanische Details oder die bunte Vielfalt der ausdrucksstarken Russel-Hybriden und andere Z\u00fcchtungen interessiert, der sei verwiesen an: Stauden. Die gro\u00dfe Encyclop\u00e4die der <a href=\"http:\/\/www.rhs.org.uk\/\" target=\"_blank\">Royal Horticultural Society<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Wachtumsphase sind die Pflanzen empfindlich gegen\u00fcber Trockenheit. Das konnten wir im vergangenen Jahr erleben: Kaum eine unserer Lupinen kam nach dem extrem niederschlagsarmen Fr\u00fchjahr zur Bl\u00fcte, da wir unsere Wiesen nicht bew\u00e4ssern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrwert <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unseren G\u00e4rten ist die Lupine beliebt, als Wildblume an sonnigen Wiesenh\u00e4ngen ist sie nicht wegzudenken. Dar\u00fcber hinaus kommt sie aber auch in der Landwirtschaft als Gr\u00fcnd\u00fcnger zum Einsatz. Denn Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an. Dies geschieht durch eine symbiotische Verbindung mit stickstoffbindenden Kn\u00f6llchenbakterien an den Wurzeln. Zudem verbessert die Pflanze mit eben diesen sehr kr\u00e4ftigen Wurzeln den Boden f\u00fcr Folgekulturen. Auch als Nahrungsmittel werden Lupinen vermehrt genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unser kleines Sch\u00e4tzchen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Kleinod in unserer botanischen Sammlung ist eine <em>Lupinus arboreus<\/em>. Urspr\u00fcnglich stammt dieser Lupinenbusch aus Kalifornien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-686\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03242.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03242.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC_03242-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort ist er nat\u00fcrlicher Teil der Strauchvegetation der K\u00fcsten und Sandd\u00fcnen und kann in gesch\u00fctzten Lagen bis zu 2 Meter hoch werden \u2013 daher auch der Name Baumlupine. Normalerweise erreicht diese Staude jedoch eher eine H\u00f6he von 1 bis 1,5 Metern. Die Bl\u00e4tter sind gr\u00fcngrau und in f\u00fcnf bis zw\u00f6lf Teilbl\u00e4ttchen aufgef\u00e4chert. In der Regel bl\u00fcht die Baumlupine gelb, aber auch lilane Formen sind bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider toleriert diese Lupinenart im Winter nur Temperaturen bis minus 12 Grad und Schnee kann sie gar nicht leiden. Wir haben unsere im Topf lebende Baumlupine der kleinen G\u00e4rtnerei des wunderbaren Gartens von <a href=\"http:\/\/www.cothaymanor.co.uk\/\" target=\"_blank\">Cothay Manor zu verdanken<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst war da nur eine. Sie war blau. Wuchs einfach irgendwo. Wir fanden sie h\u00fcbsch und pflanzten sie um. An ein Pl\u00e4tzchen, wo sie uns besser gefiel und wo sie sich ausbreiten konnte, wenn sie wollte. Sie wollte. 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