{"id":2966,"date":"2020-05-27T13:49:25","date_gmt":"2020-05-27T13:49:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2966"},"modified":"2020-05-27T13:49:26","modified_gmt":"2020-05-27T13:49:26","slug":"futter-satt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2966","title":{"rendered":"Futter satt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Opener.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2969\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Opener.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Opener-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck gehabt! W\u00e4hrend im Mai 2019 fiese Frostn\u00e4chte vielen Bl\u00fcten und Blattaustrieben den Garaus machten (und die komplette Walnussernte ausfallen lie\u00dfen), begn\u00fcgten sich die Eisheiligen in diesem Jahr mit nur wenigen fr\u00fchen Morgenstunden knapp unter null Grad. Die sorgten bodennah zwar doch f\u00fcr einiges braunmatschig in sich zusammenfallendes Gr\u00fcn, aber der Schaden hielt sich in sehr \u00fcberschaubaren Grenzen. Selbst die h\u00f6her am Baum sitzenden m\u00e4nnlichen Bl\u00fcten der Walnuss \u00fcberlebten, sodass die leise Hoffnung auf frische leckere Fr\u00fcchte aufkeimt. Falls sich nicht noch heimt\u00fcckisch eine richtig sp\u00e4te Kaltfront n\u00e4hert \u2013 und wir das \u201eGl\u00fcck gehabt!\u201c noch mal revidieren m\u00fcssen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber Schluss mit dem Spekulieren und Fokus auf die fr\u00fchlingsbunte Bl\u00fctenf\u00fclle, die im Laufe des Monats im Garten Einzug hielt. Sehr zur Freude der G\u00e4rtnerinnen \u2013 und nat\u00fcrlich der tierischen Besucher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Myosotis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2968\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Myosotis.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Myosotis-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Gerade in den halbschattigen Bereichen unter den gro\u00dfen B\u00e4umen breitet sich bei uns das Wald-Vergissmeinnicht (<em>Myosotis sylvatica<\/em>) immer mehr aus. Die hellblauen Bl\u00fctenteppiche \u00fcberziehen an manchen Stellen einige Quadratmeter<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Chelidonium.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2970\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Chelidonium.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Chelidonium-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Gelbe Farbtupfen am Geh\u00f6lzrand setzt das Sch\u00f6llkraut (<em>Chelidonium majus<\/em>) \u2013 dessen Best\u00e4nde sich mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von Ameisen, die seinen \u00f6lhaltigen Samen lieben, ebenfalls ordentlich vermehren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Lonicera.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2971\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Lonicera.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Lonicera-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Die Hecke aus <em>Lonicera tatarica<\/em> hat bereits mein Gro\u00dfvater entlang eines kleinen Grabens gepflanzt, der leider oft trocken f\u00e4llt. Inzwischen wird die Tatarische Heckenkirsche von gro\u00dfen Stieleichen, Rosskastanien und Berg-Ahornen beschattet. Das tut ihrer immensen Bl\u00fchfreude allerdings keinen Abbruch. Denn der super robuste sommergr\u00fcne Strauch ist in seiner Anspruchslosigkeit kaum zu \u00fcberbieten: Schatten wird ebenso vertragen wie starke Fr\u00f6ste, Trockenheit oder zeitweise N\u00e4sse. Auch was die Bodenqualit\u00e4t anbelangt, ist <em>Lonicera tatarica<\/em> sehr gen\u00fcgsam \u2013 sie gedeiht quasi auf allen B\u00f6den. Ihr fr\u00fcher Blattaustrieb zaubert manchmal schon Ende Februar frisches Gr\u00fcn in den winterlichen Garten, die zahlreichen Bl\u00fcten sind eine gute Nahrungsquelle f\u00fcr Insekten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Crataegus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2972\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Crataegus.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Crataegus-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Als \u00f6kologisch besonders wertvoller Stauch oder kleiner Baum sollte <em>Crataegus monogyna<\/em> in keinem naturnahen Garten fehlen. Der Eingrifflige Wei\u00dfdorn bietet nicht nur nektarreiche Bl\u00fcten, seine Bl\u00e4tter sind zudem Nahrung f\u00fcr einige Schmetterlingsraupen und die dunkelroten Fr\u00fcchte stehen auf dem Speiseplan zahlreicher V\u00f6gel. F\u00fcr Letztere finden sich im Wei\u00dfdorngeb\u00fcsch dar\u00fcber hinaus sichere Pl\u00e4tze zum Nestbau. Zu den regelm\u00e4\u00dfigen G\u00e4sten z\u00e4hlt auch der Gold-Rosenk\u00e4fer (im Bild). Oft zieren gleich mehrere goldgr\u00fcn gl\u00e4nzende Tiere die wei\u00dfen Bl\u00fcten. Wei\u00dfdorn ist sehr schnittvertr\u00e4glich \u2013 ein gro\u00dfes Plus f\u00fcr kleinere G\u00e4rten. Mit Frost, Wind und Trockenheit hat er kein Problem<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Rosa.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2974\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Rosa.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Rosa-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Ebenfalls perfekt als Vogelschutz- und Insektenn\u00e4hrgeh\u00f6lz: <em>Rosa pimpinellifolia<\/em>, hier links mit wei\u00dfen, rechts mit rosa Bl\u00fcten (im Hintergrund steht <em>Cornus stolonifera \u201aFlaviramea\u2018<\/em>, vorne <em>Lupinus polyphyllus, <\/em>an deren Bl\u00fcten es genauso summt und brummt). Wir haben die D\u00fcnen-Rose an diesen kleinen Wall aus Bodenaushub gepflanzt, da sie selbst mit armen Sandstandorten klarkommt \u2013 wie der Name verr\u00e4t. Erstaunlicherweise toleriert sogar der Gelbholz-Hartriegel diese ziemlich trockene Lage<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2975\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisus.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisus-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Ganz vorne auf dem Speiseplan der Hasen \u2013 von denen bei uns eine stabile, erfreulich gro\u00dfe Population rumhoppelt \u2013 steht Ginster. Sie geben sich allerdings nicht wie die Insekten mit der Bl\u00fctennahrung zufrieden, sondern knabbern hemmungslos komplette Zweige ab. Wir freuen uns trotzdem an den s\u00fc\u00dfen Langohren, denn Elfenbein-Ginster (<em>Cytisus x praecox<\/em>) wie Besen-Ginster (<em>Cytisus scoparius<\/em>) trotzen dem Verbiss mit einem starken Ausbreitungsdrang, bei dem sich u. a. wieder die Ameisen verdient machen. Besonders spannend bei jeder neu wachsenden Pflanze: In welcher Farbe wird sie wohl bl\u00fchen? Die Sorten mutieren fr\u00f6hlich und lassen sich leicht kreuzen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisusbluete.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2976\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisusbluete.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cytisusbluete-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Bl\u00fctendetail der <em>Cytisus-scoparius<\/em>-Sorte \u201aRoter Favorit\u2018<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Aesculus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2977\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Aesculus.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Aesculus-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Bunt im Detail geht es auch an den Bl\u00fctenrispen der Rosskastanie (<em>Aesculus hippocastanum<\/em>) zu: Die einzelnen Bl\u00fcten geben Bienen und Hummeln klare Ansagen, ob sich ein Besuch lohnt. Am ersten Tag locken sie mit gelben Saftmalen und attraktivem Duft (das klappt wie man auf dem Bild sieht). Am zweiten Tag f\u00e4rben sich die Saftmale ziegelrot, dann karminrot, der Duft ver\u00e4ndert sich \u2013 deutliche Signale f\u00fcr die Insekten, dass ein Anflug dort keinen Sinn mehr macht, denn die best\u00e4ubte Bl\u00fcte stellt ihre Nektarproduktion ein. Cleveres Best\u00e4uber-Leitsystem<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gl\u00fcck gehabt! W\u00e4hrend im Mai 2019 fiese Frostn\u00e4chte vielen Bl\u00fcten und Blattaustrieben den Garaus machten (und die komplette Walnussernte ausfallen lie\u00dfen), begn\u00fcgten sich die Eisheiligen in diesem Jahr mit nur wenigen fr\u00fchen Morgenstunden knapp unter null Grad. 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