{"id":2817,"date":"2019-06-26T13:14:12","date_gmt":"2019-06-26T13:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2817"},"modified":"2019-06-26T13:14:14","modified_gmt":"2019-06-26T13:14:14","slug":"summertime-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2817","title":{"rendered":"Summertime"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"425\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Opener.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2818\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Opener.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Opener-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Vergessen sind die\nSp\u00e4tfr\u00f6ste im Mai (okay, so beinahe: Ein Kuchenbaum sieht immer noch echt \u00fcbel\naus, Waln\u00fcsse wird es keine geben) \u2013 im Juni war gleich Sommerfeeling angesagt.\nBei Tagestemperaturen von \u00fcber 20 bis deutlich \u00fcber 30 Grad haben wir die\nl\u00e4ngsten Abende des Jahres fast ausnahmslos im Gr\u00fcnen genossen: Mehr Garten geht\nnicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an tierischem Unterhaltungsprogramm\nmangelt es drau\u00dfen nicht. Das W\u00fchlen in den Beeten und Entspannen auf der\nGartenbank wird st\u00e4ndig von einem wilden Spektakel fl\u00fcgge gewordener Jungv\u00f6gel\nsamt ihrer futterbeschaffungsgestressten Eltern begleitet. L\u00fctte Feldsperlinge\nsitzen in Reihe auf dem Staketenzaun und fordern lautstark tschilpend: Service!\nEin \u00fcberm\u00fctiger Trupp von f\u00fcnf jungen Rabenkr\u00e4hen versucht sich mit\nakrobatischem Einsatz am Meisenkn\u00f6delhalter, um an den leckeren Inhalt zu\nkommen \u2013 mit Erfolg. Meisenkinder turnen zirpend durch Baumkronen und B\u00fcsche\nauf der Suche nach Insekten. Ein Dorngrasm\u00fcckenm\u00e4nnchen l\u00e4sst von morgens bis\nabends durch engagierten Gesang von exponierter Warte aus oder im Singflug alle\nArtgenossen wissen, dass das hier sein Revier ist. In der D\u00e4mmerung spaziert\nder Igel unerschrocken w\u00e4hrend des Abendessens unter unseren Gartentisch \u2013 es\nk\u00f6nnte ja etwas Genie\u00dfbares abfallen. Dachse trauen sich (bisher) nur an den\nKompost. Kurz vor Mitternacht ruft sich eine schon seit fast zwei Wochen dem \u00c4stlingsstadium\nentwachsene Waldohreule bei ihren Eltern durch ein hohes Fiepen in Erinnerung:\nM\u00e4useanlieferung w\u00e4re weiterhin angenehm! Tag und Nacht sorgt die Fauna f\u00fcr spannende,\noft anr\u00fchrende oder lustige Beobachtungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zehn Jahre sind jetzt\nvergangen, seit wir einen Teil des Ackers in Wiesen mit gemischtem Baum- und\nStrauchbestand drum herum verwandelt haben. Und ich bin immer wieder begeistert,\nwie sich diese Erweiterung des Gartens auf die Vielfalt der Tiere auswirkt, die\nbei uns zu Gast sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was gibt es aus der\nFlora diesen Monat zu berichten? Ein Highlight ist auf jeden Fall die seit\nWochen andauernde, traumhafte Mohnbl\u00fcte. Neben den etwas fr\u00fcher startenden\nArten Saat- und Sand-Mohn steuert nun auch der Klatsch-Mohn seinen Teil an kr\u00e4ftig\nroten Farbtupfern im Wiesengr\u00fcn bei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Papaver-rhoeas.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2820\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Papaver-rhoeas.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Papaver-rhoeas-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Die Mohnarten lassen sich einfach anhand der Form der Porenkapseln unterscheiden: W\u00e4hrend die Kapsel beim Klatsch-Mohn (<em>Papaver rhoeas <\/em>im Bild) fast eif\u00f6rmig ist, erinnert sie beim Saat-Mohn (<em>Papaver dubium<\/em>) eher an eine Walze mit erhabenen L\u00e4ngslinien. Die Kapsel des Sand-Mohns (<em>Papaver argemone<\/em>) ist mit ihrer langen Keulenform schlie\u00dflich noch deutlich l\u00e4nger als breit <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Echium-vulgare.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2821\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Echium-vulgare.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Echium-vulgare-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption> Neben dem pollenreichen Mohn wollen wir auch in diesem Post wieder weitere wertvolle Insektenfutterpflanzen vorstellen: z. B. den Gew\u00f6hnlichen Natternkopf. Als zweij\u00e4hrige Pflanze bildet <em>Echium vulgare<\/em> im ersten Jahr eine bodennahe Blattrosette aus, die im zweiten Jahr eine oder mehrere lange Bl\u00fcten\u00e4hren entwickelt, die emsig von Bienen und anderen Insekten angeflogen werden. Der Natternkopf liebt einen sandig-trockenen, sonnigen Standort und samt sich dort bereitwillig aus <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2822\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption> Bei den Stauden ziehen im Juni die Bl\u00fctenrispen des Wald-Gei\u00dfbarts Insekten magisch an <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2823\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus-2.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Aruncus-dioicus-2-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption> <em>Aruncus dioicus<\/em> f\u00fchlt sich eher im feuchteren Schatten wohl und kann dort beachtliche Ausma\u00dfe annehmen. Selbst in unserem sandigen Boden erreichen die Bl\u00fctenst\u00e4nde rund zwei Meter H\u00f6he. Die gro\u00dfen Bl\u00e4tter stehen in sch\u00f6nem Kontrast zu den filigranen cremewei\u00dfen Bl\u00fcten <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Rosa-multiflora.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2824\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Rosa-multiflora.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Rosa-multiflora-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Unsere tierischen G\u00e4ste profitieren nicht nur vom angepflanzten reichlichen Nahrungsangebot, sie steuern auch selbst etwas zum B\u00fcfett bei: Diese wei\u00df bl\u00fchende, k\u00f6stlich nach Honig duftende <em>Rosa multiflora<\/em> (Vielbl\u00fctige Rose) wurde beispielsweise definitiv nicht von uns hier positioniert. Da hat wahrscheinlich ein Vogel woanders genaschte Fr\u00fcchte wieder ausgeschieden \u2013 uns freut es! Die absolut anspruchslose, schattenvertr\u00e4gliche Wildrose mit ihren ausladenden, bogig \u00fcberh\u00e4ngenden Zweigen gedeiht sogar unter B\u00e4umen. <em>Rosa multiflora<\/em> ist ein gutes Bienen- und Vogeln\u00e4hrgeh\u00f6lz: Den zahlreichen Bl\u00fcten folgen im Herbst rote erbsengro\u00dfe Hagebutten, die selbst Minusgraden trotzen <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Briza-media.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2825\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Briza-media.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Briza-media-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption> Wurde zwar urspr\u00fcnglich von uns gepflanzt, samt sich aber auch \u00fcberall munter aus, wenn man es l\u00e4sst: <em>Briza media<\/em>, das attraktive Zittergras. Die reizenden Bl\u00fctenrispen nicken und wiegen sich beim leisesten Windhauch. Wir verzeihen ihm seinen Ausbreitungsdrang daher gerne <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"424\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Phlomis-russeliana.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2826\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Phlomis-russeliana.jpg 640w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Phlomis-russeliana-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption><em>Phlomis russeliana<\/em> kommt in diesem Jahr zum ersten Mal bei uns zur Bl\u00fcte. Das Brandkraut ist ein hervorragender wintergr\u00fcner Bodendecker, der im Sommer mit \u00fcbereinander gestaffelten gelben Bl\u00fctenquirlen vertikale Struktur ins Staudenbeet bringt. Die sp\u00e4teren Fruchtst\u00e4nde sind bis in den Winter hinein ein toller Blickfang. Aber an Raureif geschm\u00fcckte Beete wollen wir jetzt definitiv noch nicht denken <\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergessen sind die Sp\u00e4tfr\u00f6ste im Mai (okay, so beinahe: Ein Kuchenbaum sieht immer noch echt \u00fcbel aus, Waln\u00fcsse wird es keine geben) \u2013 im Juni war gleich Sommerfeeling angesagt. 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