{"id":2114,"date":"2016-09-29T15:43:14","date_gmt":"2016-09-29T15:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2114"},"modified":"2016-09-29T15:43:14","modified_gmt":"2016-09-29T15:43:14","slug":"trockenheit-und-andere-torturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=2114","title":{"rendered":"Trockenheit und andere Torturen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Dieser September hielt f\u00fcr unseren Garten \u2013 und f\u00fcr uns! \u2013 einiges an Stresspotenzial bereit. Nat\u00fcrlich hat man als leidenschaftliche Gr\u00fcnliebhaberin immer etwas am Wetter auszusetzen. So herrlich die sommerlichen Temperaturen sind: Mit bis dato 33 Litern Regen im September ist es jetzt im dritten Monat in Folge deutlich trockener als im vergangenen Jahr und langsam geht einigen Pflanzen die Kraft aus \u2013 denn wir steuern nicht \u00fcberall mit regelm\u00e4\u00dfigen Wassergaben gegen. Das ist einfach nicht zu schaffen. So lassen die Staudensonnenblumen an besonders sonnigen Standorten schon die K\u00f6pfe h\u00e4ngen (vom unsch\u00f6nen Mehltaubefall ganz zu schweigen &#8230;) und die Felsenbirnen haben sich sicherheitshalber bereits fast vollst\u00e4ndig von ihrem Laub verabschiedet, also nichts mit pr\u00e4chtiger Herbstf\u00e4rbung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die Herausforderungen f\u00fcrs Gr\u00fcn sind nicht nur klimabedingt. Sie manifestierten sich auch in Form von nach Leckereien suchenden Wildschweinen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2115\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2115\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2115 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sauspuren.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sauspuren.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sauspuren-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2115\" class=\"wp-caption-text\">Eintritt frei: Wo keine Pforte ist, wird einfach reinmaschiert. Der Rasen zwischen Bambus und geparktem Auto war den Wildschweinen einen Besuch wert<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2116\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2116\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2116 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Wildschwein3.jpg\" width=\"555\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Wildschwein3.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Wildschwein3-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2116\" class=\"wp-caption-text\">Erwischt: einer der \u00dcbelt\u00e4ter vorm Kompost im Obsthof<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Graukittel im nicht eingez\u00e4unten Obstgarten vorbeischauen, das hatten wir in fr\u00fcheren Jahren schon h\u00e4ufiger erlebt. Aber dass sie direkt ans Haus kommen, das ist doch eine neue Stufe tierischer Dreistigkeit. Zum Gl\u00fcck war das Tor zwischen Hecke und Garage geschlossen. Nicht auszudenken, was sie sonst noch angerichtet h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von anderen hungrigen Tieren hatten wir vor einem Jahr schon einmal berichtet: Hornissen. Seit Beginn des Sommers habe ich regelm\u00e4\u00dfig \u2013 mit einer gewissen Panik im Blick \u2013 unsere jungen Birken nach neuen Angriffen der grunds\u00e4tzlich ja sehr gern gesehenen Garteng\u00e4ste abgesucht und gl\u00fccklicherweise nichts gefunden. Kein Wunder, hatten sich die cleveren Insekten in diesem Jahr auf eine andere Baumart fokussiert: den Sanddorn.<\/p>\n<div id=\"attachment_2117\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2117\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2117 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Hornissen.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Hornissen.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Hornissen-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2117\" class=\"wp-caption-text\">Scheint auch gut zu schmecken: Dieses Jahr haben die Hornissen den Sanddornsaft f\u00fcr sich entdeckt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn das jetzt kein \u201eBeweis\u201c f\u00fcr intelligentes tierisches Verhalten ist. So haben die Birken Gelegenheit, sich von den massiven Fresssch\u00e4den des vergangenen Jahres zu erholen \u2013 und stehen k\u00fcnftig weiter als leckere Saftquelle zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine Gedanken \u00fcber das Nachwachsen ihrer Nahrungsgrundlage m\u00fcssen sich unsere Tagpfauenaugen machen: Im Wilden Garten gibt es immer zwei Brennnesselareale, in denen die sch\u00f6nen Schmetterlinge ihre Eier ablegen k\u00f6nnen. Die Bl\u00e4tter werden dann ratzekahl von den Raupen abgefressen, sodass nur noch die St\u00e4ngel mit den Bl\u00fctenst\u00e4nden \u00fcbrig bleiben.<\/p>\n<div id=\"attachment_2118\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2118\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2118 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Tagpfauenauge_Raupe.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Tagpfauenauge_Raupe.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Tagpfauenauge_Raupe-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2118\" class=\"wp-caption-text\">Mit t\u00fcchtigem Appetit machen sich die h\u00fcbschen Raupen des Tagpfauenauges \u00fcber die Brennnesselbl\u00e4tter her<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach so viel tierischen Beobachtungen noch ein paar Eindr\u00fccke von den Hauptakteuren unseres Gartens \u2013 wobei: Dar\u00fcber lie\u00dfe sich trefflich diskutieren. Also: zumindest den optisch pr\u00e4senteren Mitspielern.<\/p>\n<div id=\"attachment_2119\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2119\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2119 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/2010er-Beet.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/2010er-Beet.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/2010er-Beet-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2119\" class=\"wp-caption-text\">In den sonnigen Staudenbeeten bilden Gr\u00e4ser und die sp\u00e4t bl\u00fchenden Stauden jetzt eine innige Verbindung, im Hintergrund gehalten von Eupatorium fistulosum \u201aRiesenschirm\u2019, dem super standfesten Wasserdost<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2124\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2124\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2124 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sedum.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sedum.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Sedum-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2124\" class=\"wp-caption-text\">Hier werden Sedum telephium \u201aHerbstfreude\u2019 und Aster pyrenaeus \u201aLutetia\u2019 von einem Sporobolus-heterolepsis-Bl\u00fctenschleier umfangen<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2123\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2123\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2123 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Lespedeza.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Lespedeza.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Lespedeza-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2123\" class=\"wp-caption-text\">Ein echtes September-Highlight: Lespedeza thunbergii, Thunbergs Buschklee. Mit zahllosen Schmetterlingsbl\u00fcten zaubert er an bogig \u00fcberh\u00e4ngenden Zweigen ein Meer an dunkel-pinkfarbenen Bl\u00fctentupfern ins Beet. Die zwei jungen Pflanzen, erworben in den Niederlanden, haben erst im Mai dieses Jahres Einzug in unseren Garten gehalten \u2013 und ich bin schon v\u00f6llig begeistert von ihrer Austriebspower und Bl\u00fctenf\u00fclle. Sie stehen zurzeit noch in T\u00f6pfen und wandern wahrscheinlich n\u00e4chstes Jahr direkt in die Beete. Einziges Manko: Dieser Buschklee ist bei uns nicht ausreichend frosthart. Dem kann man aber mit einem j\u00e4hrlichen R\u00fcckschnitt bis zum Boden und einer dicken Mulchschicht im Wurzelbereich begegnen<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2122\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2122\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2122 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Blick-in-den-wilden-Garten.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Blick-in-den-wilden-Garten.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Blick-in-den-wilden-Garten-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2122\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Kreuzgarten \u00fcber die sonnigen Rabatten in den Wilden Garten<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2121\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2121\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2121 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Kreuzgarten.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Kreuzgarten.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Kreuzgarten-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2121\" class=\"wp-caption-text\">Blick von der Stra\u00dfe in den Kreuzgarten: Cornus kousa var. chinensis (links) und Corylus avellana \u201aContorta\u2019 (rechts) heben sich schon sehr pr\u00e4sent aus den Stauden und Gr\u00e4sern hervor. Die junge Walnuss (dazwischen) steht auf der Wiese<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2120\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2120\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2120 size-full\" src=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Salvia-glutinosa.jpg\" width=\"555\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Salvia-glutinosa.jpg 555w, https:\/\/www.wildgardening.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Salvia-glutinosa-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><p id=\"caption-attachment-2120\" class=\"wp-caption-text\">Salvia glutinosa, der Klebrige Salbei, f\u00fchlt sich im Halbschatten wohl. Die kr\u00e4ftigen Pflanzen behaupten sich auch am Wiesenrand und samen sich hoffentlich reichlich aus<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser September hielt f\u00fcr unseren Garten \u2013 und f\u00fcr uns! \u2013 einiges an Stresspotenzial bereit. Nat\u00fcrlich hat man als leidenschaftliche Gr\u00fcnliebhaberin immer etwas am Wetter auszusetzen. 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