{"id":151,"date":"2012-02-09T13:10:40","date_gmt":"2012-02-09T13:10:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?page_id=151"},"modified":"2012-03-29T13:26:48","modified_gmt":"2012-03-29T13:26:48","slug":"uber-wild-gardening-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wildgardening.de\/?page_id=151","title":{"rendered":"\u00dcber Wild Gardening"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wild Gardening \u2013 ein Experiment<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum Wild Gardening? Dahinter verbirgt sich eine ganz pers\u00f6nliche Interpretation des <a title=\"Gone wild\" href=\"https:\/\/www.wildgardening.de\/?p=334\">&#8222;Wild Gardens&#8220; von William Robinson (1838\u20131935)<\/a>, dem ber\u00fchmten irischen G\u00e4rtner und Gartenautor. Unser Wild Gardening ist quasi aus der Not heraus geboren. Diese \u201eNot\u201c besteht darin, den Wunsch nach einem \u00fcppigen Garten, der m\u00f6glichst alle begehrten Blumen, Stauden, Gr\u00e4ser, Str\u00e4ucher und B\u00e4ume beherbergen sollte, mit den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen. Und hier gibt es eine gewisse Diskrepanz: Denn wir haben zwar zwei Hektar Land zur Verwirklichung unserer Ideen zur Verf\u00fcgung. Aber leider sind die finanziellen und zeitlichen Kapazit\u00e4ten nicht entsprechend gro\u00dfz\u00fcgig bemessen &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was also tun? Die Ausgangslage im Norden der L\u00fcneburger Heide sah folgenderma\u00dfen aus: Vor \u00fcber hundert Jahren als kleine Nebenerwerbslandwirtschaft angelegt, gab es einen hausnahen Gem\u00fcse- und Obstgarten mit eingestreuten Blumen- und Staudenbeeten, eine Obstbaumwiese und den \u00fcppig bemessenen H\u00fchnerauslauf, eine Weide- sowie eine Ackerfl\u00e4che. Als wir uns 2006 des Gartens annahmen waren Gem\u00fcse- und Obstanbau zugunsten von weniger arbeitsintensiven Rasenfl\u00e4chen reduziert, die Obstwiese von Eichen, Ahorn und Birken verschattet und ein Teil des Ackers zu einer queckendurchseuchten \u00d6kobrache mutiert. Dem mit Gift zu Leibe zu r\u00fccken, kam nicht in Frage, denn wir wollten ja nicht nur unseren botanischen Sammeldrang ausleben, sondern auch m\u00f6glichst vielen Tieren einen attraktiven Lebensraum bieten. An einen umfangreichen Bodenabtrag mit anschlie\u00dfender Neuaufsch\u00fcttung war ebenfalls nicht zu denken \u2013 siehe oben, beschr\u00e4nkte finanzielle Mittel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naturnahes G\u00e4rtnern unter erschwerten Bedingungen also. Es konnte nur Schritt f\u00fcr Schritt gehen. Und bis zu einem gewissen Grad auch nur mit der angesiedelten Wildnis und nicht gegen sie \u2013 denn diesen Kampf erkl\u00e4rten wir von vornherein f\u00fcr verloren! Ein Vorgehen ganz und gar nicht lege artis, aber wir wollten das Experiment wagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Motivation und Inspiration f\u00fcr unser Vorhaben fanden wir in England und Holland. Vor allem in England durchflutet das G\u00e4rtnern als nationale Leidenschaft das t\u00e4gliche Leben. Und: Was die Philosophie des englischen G\u00e4rtnerns so wegweisend f\u00fcr uns machte, war die nonchalante Art der Briten mit dem G\u00e4rtnern umzugehen. Denn neben den Klassikern der Gartenbaukunst gibt es auch zahlreiche individuelle Herangehensweisen. Jenseits des Kanals schert man sich wenig um Regeln und starre Vorstellungen, wie ein Garten auszusehen hat. Das \u201eVersuche es doch einfach und wenn es dir gef\u00e4llt, ist es prima.\u201c ist eine landesweite Maxime. Das hat uns in unseren Pl\u00e4nen best\u00e4rkt. Ebenso erleichterte es uns zu sehen, dass in vielen englischen G\u00e4rten doch recht relaxed mit \u201eUnkraut\u201c umgegangen wird \u2013 was bei der oft enormen Gr\u00f6\u00dfe der Anlagen\u00a0ja auch kaum anders zu handhaben ist. Sollte es zuf\u00e4llig auch noch h\u00fcbsch aussehen an seiner Stelle, dann l\u00e4sst man es einfach stehen. Herrlich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher tr\u00e4gt dieses Blog auch einen englischen Titel, denn ohne die Reisen nach Gro\u00dfbritannien h\u00e4tten wir nie den Mut gefunden, unsere ertr\u00e4umte Gartenanlage auch tats\u00e4chlich umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wild Gardening \u2013 ein Experiment Warum Wild Gardening? Dahinter verbirgt sich eine ganz pers\u00f6nliche Interpretation des &#8222;Wild Gardens&#8220; von William Robinson (1838\u20131935), dem ber\u00fchmten irischen G\u00e4rtner und Gartenautor. Unser Wild Gardening ist quasi aus der Not heraus geboren. 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